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Die Motivation – Verschwundene Doerfer – 03.10. 2018 bis 11.11.2018

Die Völkerverständigung in Europa war in den 70 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg sehr erfolgreich, insbesondere die deutsch-französische kann als vorbildlich gelten. Europa muss sich neu erfinden, um die inner- und außereuropäischen Herausforderungen bewältigen zu können.

Der wachsende Nationalismus weltweit ist erschreckend. Haben wir im letzten Jahrhundert, als Folge des Nationalismus, nicht genug Leid und Zerstörung erfahren? Sind den Meinungsmachern und Politikern diese Schrecken nicht mehr präsent?

Frieden, Sicherheit und Wohlstand in Europa sind nicht selbstverständlich, sondern erfordern ein aktives Mitwirken/ Gestalten, nicht nur der Politiker sondern auch der „normalen“ Menschen und insbesondere der KünstlerInnen.

Jetzt ist es an der Zeit, um von der Völkerverständigung in die Phase des wachsenden Völkerverständnisses überzugehen.

Um ein tieferes Verständnis für z.B. Frankreich, Polen oder Russland und deren Handlungsweisen zu erlangen, muss man sich mit unserer Geschichte auseinandersetzen. Die Kriege des 20. Jahrhunderts wurden von den Individuen naturgemäß unterschiedlich erlebt und sie leben naturgemäß unterschiedlich im kollektiven Bewusstsein der Nationen weiter.

Die „Villages detruits“ in Frankreich
Der Erste Weltkrieg hat in praktisch allen deutschen und französischen Familien Narben hinterlassen. Darüber hinaus hat er auch in Teilen der französischen Landschaft Narben hinterlassen, in Deutschland gibt es diese „Narben in der Landschaft“ nicht.

Im Norden und Osten Frankreichs sind während des Stellungskrieges viele Dörfer zerstört worden. Viele davon sind nicht wieder aufgebaut worden, die Flächen wurden aufgeforstet: „Villages détruits“/“Villages disparus“.
Diese Dörfer sind häufig eingezäunte kleine Wäldchen, immer gibt es Ortsschilder:
z.B. “Ortsname – Village detruit“. Die Einwohner der Landschaften fahren täglich daran vorbei.

Das Kunstprojekt
Die „Narben in der Landschaft“ werden als künstlerische Intervention im öffentlichen Raum von Nordfrankreich auf Mittelfranken übertragen. Dazu werden für 4 Wochen in 5 Dörfern in Mittelfranken Schilder „Verschwundenes Dorf“ angebracht.

Diese Schilder sollen die Betrachter irritieren, neugierig machen und Fragen erzeugen. Ein QR-Code auf den Schildern führt zu Informationen mit Antworten (Projekt, Ausstellung, etc.). Durch entsprechende Pressearbeit wird ebenfalls informiert.

Bildquelle: LeParisien

Cumières - village détruitBildquelle: Flolieber